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D’Fasnacht isch leider wieder vorbei…

…verklonga isch des Wäschgölt ahoi / Es „goht drgega“

Schlüsselübergabe

Schurzwäsche

Die Wäschgölten, und insbesondere die Wäschweiber, tragen Trauer: keine fasnachtlichen Aktivitäten und kein Wäschgölt ahoi mehr, sondern nur noch ein stilles W.A. bis zum 11.11. Noch einmal trafen sich die Aktiven zur obligatorischen Schurzwäsche vor dem Rathaus. Der anschließende „Leichenschmaus“ mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten verbesserte die Stimmung spürbar, denn schließlich „goht’s scho wieder drgega!“

Rasch war die Arbeit, sprich Waschen und Aufhängen der Schürzen, vor dem Rathaus getan, dann zog es Wäschweiber, Wäschmänner, Gardemädchen, Guggen, viele Aktive und Helfer ins „squash & fit“, wo der offizielle Abgesang und die gar nicht so traurige Beerdigung der Waldstetter Fasnacht stattfand. Oberwäschweib Susi hatte sich schon so sehr an Schlüssel und Macht gewöhnt, dass ihr der Abschied sichtlich schwer fiel. Schultes Michael Rembold hatte sich seiner „Michi der Baumeister“-Latzhose und seines Maurerwerkzeugs entledigt und erschien wie alle in dezentem Schwarz. Wie immer war man gespannt auf seine Laudatio. Die Waldstetter Fasnacht sei viel mehr als Humba-tätärä, sie sei Teil unserer heimischen Kultur, führe ohne Ausnahme alle Menschen zusammen und fördere den Zusammenhalt in der Gemeinde. Die Wäschgölten seien das soziale Aushängeschild der Gemeinde, wie sich zum Beispiel am Fasching für Menschen mit Behinderungen und am Wortgottesdienst deutlich zeige. Er würdigte das ehrenamtliche Engagement aller Vereinsmitglieder, egal in welcher Position. Stellvertretend für alle nannte Rembold Präsidium und Ausschuss und widmete sein spezielles Lob Oberwäschweib Susanne Kessler. Der bekennende Fasnachtsschultes zeigte sich über die vielen neu zum Verein gekommenen Mädchen, Frauen, Männer und Kinder höchst erfreut, ein Verdienst der konsequenten Nachwuchsarbeit des Vereins. Und Rembold liegt damit richtig: Noch nie waren die Wäschgöltenfarben Rot-Blau-Weiß so dominant wie in den letzten Jahren. Wäschweib Elke Kamitz erinnerte in ihrem Dankgedicht besonders an die Unternehmungen außerhalb der Saison, die das Oberwäschweib jedes Jahr organisiert.

Oberwäschweib Susanne Kessler und Büttel Ingo Nuding ließen, ebenfalls in Reimform, die vergangene Kampagne Revue passieren. Neben der Teilnahme an vielen auswärtigen Terminen galt es, sieben hochkarätige eigene Veranstaltungen zu organisieren und zu gestalten. Besonders hervorgehoben wurde das Fasnachts-Triple – ein kleiner Wäschgöltenball im Freien – mit Riesenwäschweib „Michaela die Zärtliche, Narrenbaumstellen und Einweihung des neuen Wäschgöltengässle samt kunstvoller Straßenschilder vis-à-vis vom Rathaus und unterhalb des Kirchbergs. So habe nun, meinte der „Biddl“, der Pfarrer eine neue Postadresse. Als tolle Erfolge skizzierten Oberwäschweib und Büttel die gut besuchte 18. Gugga-Gaudi mit neuem Lachabatscherkostüm „Steampunk“ und das 15. Männerballetttanzturnier unter dem Titel „Gugg a Mäba“ in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Stuifenhalle. Auch der Fasching für Menschen mit Behinderungen und der Wortgottesdienst erfreuten sich wieder großer Beliebtheit, und beim Wäschgöltenball kamen die Freunde einer gepflegten Saalfasnacht voll auf ihre Kosten. Beim 35. Rathaussturm nutzte Schultes Michael Rembold auch die Unterstützung seines Malzéviller Amtskollegen Jean-Pierre Franoux nichts: Er wurde zu „Michi dem Baumeister“ degradiert und musste für den irgendwann anstehenden Rathausneubau schon einmal üben. Abschließend würdigten die Aschermittwochredner die Harmonie und die gute Zusammenarbeit, aber auch den Spaß, den man in einer unfallfreien Kampagne miteinander hatte. Ab sofort lautet die Parole: Es gibt bis 11.11. kein Wäschgölt ahoi mehr, sondern nur ein wehmütiges stilles W.A., aber „es goht drgega!“ - für einen echten Fasnachter die Hauptsache.