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Kunst von innen, die nach außen wirkt

Malen ist Therapie/5. Kunstprojekt der Wäschgölten

Landrat Klaus Pavel als Ehrengast der Vernissage des 5. Kunstprojekts der Waldstetter Wäschgölten mit dem Haus Lindenhof am vergangenen Freitagabend im vollbesetzten Rathausfoyer zeigte sich höchst angetan und sparte nicht mit Lob und Anerkennung.

Acht Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer haben, begleitet vom Kunstpädagogen Uwe Feuersänger, seit Herbst in den Waldstetter PRODI-Werkstätten 35 Bilder zum anspruchsvollen Thema „Die Seele ist ein Spiegel – Bilder aus dem Inneren“ gemalt. 27 davon – mehr geht im Rathausfoyer nicht – sind dort bis Weihnachten zu sehen. In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Michael Rembold die Bilder der Künstlerinnen und Künstlern als ein großes Geschenk. Der Schultes bedankte sich bei allen Beteiligten und insbesondere den Waldstetter Wäschgölten für die Gestaltung des Gemeindelebens im vorbildlichen ehrenamtlichen Engagement. Der Initiator der Kunstprojekte, Wäschgölten-Ehrenmitglied Helmut Herkle, sprach von einem tollen Erfolg des Projekts. Im Laufe der vergangenen Jahre seien freundschaftliche Beziehungen zum PRODI-Leiter Wolfgang Polzer, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dem Haus Lindenhof und Uwe Feuersänger entstanden. Sein besonderer Dank galt der Kreissparkasse Ostalb, vertreten durch Filialdirektor Steffen Alt, für das großzügige Sponsoring und Johannes Groß und Thilos Schimmele von der Musikschule, die – passend zu einigen Bildern – mit Saxophon und Gitarre die Vernissage umrahmten.

Kunstpädagoge Uwe Feuersänger erinnerte an die ersten vier Kunstprojekte, bei denen die jeweilige Themenvorgabe die Beteiligten von außen inspiriert habe. Diesmal sei man auf Wunsch der Teilnehmer einen anderen Weg gegangen: künstlerisches Schaffen von innen, das nach außen wirkt. Schon der Begriff im Thema sei schwer: Was ist Seele – ein Energieorgan, die Vollstreckerin eines Lebensplans – und wie malt man Bilder aus der Seele? Feuersänger zitierte einen Teilnehmer des Kurses: Seele spiegelt Äußeres und Inneres, bringt Verborgenes ans Licht und gibt der Stille einen Ton. Außerdem gilt es, eine Sprache für die Seele zu finden. Deshalb seien die entstandenen Werke so unterschiedlich und andersartig wie nie in den Kursen zuvor. Janosch Suttrop, der erstmalig an dem Projekt teilnahm, schilderte ohne Hemmungen und Vorbehalte, wie er lernte, den Heilungsprozess aus seiner Krankheit heraus aus sich selbst zu entwickeln sein Leben mit seiner Familie selbstbestimmt zu führen. Dafür sei er dem Projekt bei PRODI und den Waldstetter Wäschgölten sehr dankbar.

Landrat Klaus Pavel zeigte sich äußerst dankbar für das, was die Waldstetter, ihr Schultes und die Wäschgölten in der Gemeinde leisten. Er habe immer wieder den Eindruck, dass in der Stuifengemeinde nur glückliche Menschen lebten. Sein großes Kompliment galt den Künstlerinnen und Künstlern für die geschaffenen Werke. Der Landrat war von den ausgestellten Ergebnissen so begeistert, dass er spontan ein Bild reservieren ließ, das er nach der Ausstellung aller 35 Bilder im Landratsamt im kommenden Februar für den Ostalbkreis kaufen wird. Auch Direktor Jürgen Kunze von der Stiftung Haus Lindenhof würdigte das ehrenamtliche Engagement und den Frohsinn in der Gemeinde, von dem man regelrecht „geflutet“ sei. Hier stehe das Gemeinwohl, ohne das es in der Gesellschaft trotz aller Individualisierung nicht gehe, an oberster Stelle. Jürgen Kunze schloss seine launigen Ausführungen mit den Worten, denen sich alle im Rathausfoyer – Beteiligte und Gäste – anschließen konnten: „Ich habe heute Abend viel gelernt, was Zusammenhalt und soziales Engagement bedeuten!“